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Freilichtmuseum Stary Lud

Wir laden Sie zu einer Zeitreise in das slawische Mittelalter ein. Erfahren Sie in unserem Freilichtbereich Stary lud, wie die Slawen im frühen Mittelalter lebten.

“Stary lud” ist sorbisch und heißt in der Übersetzung “das alte Volk”. Entlang unseres Zeitstrahls wandern Sie zurück in die Geschichte und erreichen den rekonstruierten Siedlungsausschnitt der frühen Slawen unserer Region.

Im Zuge der Völkerwanderung ab etwa dem 7. Jh. wanderten slawische Stämme in das Gebiet zwischen Oder/Neiße, der Ostsee, den Mittelgebirgen bis hinein in Teile des heutigen Bayerns, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins. Sie siedelten in unserer Region in ein fast leergezogenes Gebiet.

Der Siedlungsausschnitt umfasst fünf rekonstruierte slawische Grubenhäuser. Archäologischen Grabungen in der Spreeaue brachten Bodenverfärbungen von Grubenhäusern aus dem Mittelalter zum Vorschein. Unser Kriegerhaus ist diesen Abmaßen nachempfunden worden.

Die Menschen lebten damals relativ autark, neben der Landwirtschaft haben sie selbst gesponnen, gewebt, gefärbt, getöpfert, Körbe geflochten und Holzarbeiten ausgeführt.

Haustiere, wie Kühe, Schweine, Ziegen, Schafe und Geflügel gehörten zum Haushalt. Nur ca. 5% machte die Jagd aus. Die Slawen betrieben eine intensive Waldbienenzucht. Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Hafer, Emmer, Dinkel aber auch Hülsenfrüchte wie Erbsen und Linsen nutzte man bereits als Nahrungsmittel. Neben Kohl und Zwiebeln kannte man auch Äpfel, Birnen, Pflaumen und Haselnüsse.